Mai 28, 2017 - Keine Kommentare!

Ep11: Beim Kunsthistoriker Philip Ursprung an der ETH Zürich

  • Podcastaufnahme mit Nina Gospodarek
    Machgeschichten Podcast mit Philip Ursprung

" Die Grenzen der Praxis. Die Grenzen der Disziplin. - Ich bin prinzipiell eher an solchen Grenzen interessiert, als an Normen zum Beispiel. Ich interessiere mich nicht so sehr für die Normierung und am Festelgen von Standards. Dann lokalisier ich lieber die Grenzpunkte. Die Definition ist für mich immer etwas Problematisches, weil es diese Fixierung von Bedeutung ist. Ich bin eher daran interessiert, auch historisch, herauszufinden wie sich die Bedeutung verschoben hat. Wo ist der Bereich, wo sich die Bedeutung verschiebt? Das ist ja der dynamische Bereich, der interessant ist anzuschauen. Und die Herausforderung ist, solche Bereiche zu finden, damit ich weiß wo ich jetzt ansetze und bohre. Wenn ich mir die Geschichte als riesige Landschaft vorstelle, dann kann ich im Trüben fischen und herumstochern, oder ich kann versuchen einen Ort zu finden, wo Kräfte aufeinander wirken, wo sich was verschoben hat und dann an diesem Punkt ansetzen. " - Philip Ursprung

Bei meinen Recherchen zum Thema Landart bin ich letzten Sommer über das Buch "Grenzen der Kunst" gestolpert. Der Titel hat mich sofort angemacht. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Philip Ursprung sich auch auf eine Reise begeben hat, dass er sich auf einer Mission befindet. Mich hat sofort interessiert, mit welchen Fragen er sich so herumschlägt, was er so macht, wie er Dinge angeht und woran er gerade arbeitet. Philip ist übrigens Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich. Darüber hinaus ist er aber auch ein richtig schräger Vogel, der echt geile Ansätze entwickelt hat. Er interessiert sich dabei besonders für Gegenwartskunst. Diese Folge ist also auch etwas besonders Feines für meine Künstlerkollegen. Aus Philips Herangehensweise kann man echt was mitnehmen für die eigene Arbeit. Schaut euch mal den Screenshot seiner Seite auf der ETH Website an! Ich werd auf jeden Fall ab nächsten Sommer solche Ortserkundungen in Österreich ins Leben rufen. Ich find das geil und es erinnert mich auch an meine Zeit als Industrielle 😉 Philip wurde übrigens 2017 mit dem Meret-Oppenheim-Preis ausgezeichnet.

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Informationen und Links
Amerikareise, die zum Buch "Grenzen der Kunst" geführt hat
Ausbildung und der Wunsch nach zeitgenössischer Kunst
Das Treffen mit Allen Kaprow
Vom Fabrik-Erlebnis zur Methodik und Theorie des Reisens
Kunstgeschichte

Diese Episode verwendet den Song "I ain't got" (keine Ahnung von wem). Bereitgestellt von der Non-Profit-Organisation The Internet Archive unter Public Domain.

Veröffentlicht von: Nina Gospodarek in Podcast-Machgeschichten

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